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Psychothriller

Alfred Hitchcook – wem ist dieser Name kein Begriff? Einer der bekanntesten Vertreter des Literatur- und Filmgenres der Thriller. Doch was muss ein Thriller können, wodurch ist er charakterisiert? Es geht in erster Linie um den richtigen Mix aus wirklichem Nervenkitzel und Hochspannung. Der Leser oder Zuschauer muss diese Emotionen fühlen und durchaus auch körperlich spüren. Die Emotion ist greifbar. Das Genre bedient sich zahlreicher Taktiken, die genau dieses Mitfühlen beim Leser erzeugen: die Hauptfigur könnte meist unser Nachbar sein, kein Held, keine übermächtigen Kräfte.

Die Nähe zum Leser wird über Realität erzeugt. Oftmals dreht sich die Handlung um einen einzelnen Protagonisten, der uns die Geschichte quasi ins Ohr flüstert. Es geht ums Überleben, und das ist ein Kampf, zahlreiche Rätsel sind zu lösen, zahlreiche Schwierigkeiten zu überwinden, wenn man am Schluss am Leben bleiben möchte. Der Thriller eröffnet und zeigt nie vermutete Abgründe in der Gesellschaft, er beschreibt Dinge, die niemals eintreten dürfen. Es ist ein Kampf gegen eine andauernde Bedrohung, kein einfacher Kampf, immer wieder gerät der Protagonist in den Nachteil und muss weiterkämpfen. Das Publikum fiebert mit und lässt sich mitreißen, diese beiden Verben sind nur zwei von zahlreichen Bedeutungen des Wortes thrill aus dem Englischen.

Der Psychothriller ist die wahrscheinlich populärste Unterkategorie des Thrillers. Nichts für schwache Nerven. Ein Setting des Grauens, das sich im direkten und vertrauten Umfeld des Lesers oder Zuschauers aufbaut. Der Psychothriller ist direkt und persönlich. Ein  emotionaler Konflikt spannt sich über die Handlung, zwischen den Charakteren baut sich ein emotionales Spannungsfeld auf. Der Leser bewegt sich zwischen Täuschung und Wahrheit, es fällt schwer diese beiden Sphären auseinanderzuhalten. Es dreht sich alles um die Abgründe der menschlichen Psyche: Angst, Entführung, Erpressung, seelische Gewalt und Mord. Am Ende ist es nicht die Aufklärung des Verbrechens selbst die im Mittelpunkt steht, sondern der Sieg oder die Niederlage des Protagonisten.

Lesenswerte Psychothriller